Bufdi Monatsbuch 2013-2014

Der Bufdi (Bundesfreiwilligen-Dienst) Beauftrage Matthias Sauer wird hier jeden Monat seine Erlebnisse und Gedanken während seines Dienstes niederschreiben.

9 Gedanken zu „Bufdi Monatsbuch 2013-2014

  1. Mai 2014

    Mit wenig Glück beginnt der Mai. Mein liebes Auto und sehr wichtiges Arbeitsmaterial ist kaputt. Somit konnte ich leider ein starke Woche nicht in die Schulen, sondern musste schauen, das es so schnell wie möglich wieder funktioniert. Nach drei Tagen gab es wieder Hoffnung, doch die Pechsträhne hielt an und da stand man nun an der Sporthalle mit einem kaputten Auto. Nach zwei Tagen mit den Öffentlichen, wusste ich hinterher ein funktionierendes Auto doch noch einmal etwas mehr zu schätzen.

    Während der Tage ohne Auto, bin ich jedoch nicht auf der faulen Haut gelegen und habe mich gesonnt, sondern habe etwas an der Internetseite gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, schaut doch mal vorbei. http://www.hahf.de

    Meinen AGs geht es gut und die ersten Kids schaffen es inzwischen im Spiel 4 gegen 4 Lauftäuschungen und Passtäuschungen anzuwenden und so schöne Aktionen mit guten Würfen in die Maschen zu vollenden. Ganz zur Freude des AG-Leiters, der den Kids auch gerne mal das Jubeln bei bringt (natürlich so, dass alle Kids Jubeln dürfen)

    Die Reifenbahn kennen inzwischen alle und so manch einer und eine, die zu Beginn durchstolperten und nicht auf zwei zählen konnten, schaffen inzwischen zwei Kontakte und Klatschen, oder Ballkreisen,…

    Mal schauen, was man noch aus den Kindern herausholen kann.

  2. April 2014

    Da der Monat April aus viel Ferien bestand, gibt es nicht viel von meinen AGs zu berichten.
    Erfreulich war, dass nach den zwei Wochen Ferien alle sofort wieder den Weg zur Sporthalle gefunden haben (und sich auch noch an das ein und andere vom Handball erinnerten).

    Im Monat April stand alles im Zeichen der C-Lizenzprüfung.
    Knotenpunkte lernen, Definitionen durchlesen, Seitenweise Präsentationen durchklicken.
    Da man seit dem Abitur doch sehr wenig Zeit mit lernen verbracht hatte, musste man sich doch des öfteren neu motivieren um dran zu bleiben.

    Der Prüfungslehrgang war vom 14.-16. April.
    Etwas aufgeregt trafen sich alle pünktlichst in Albstadt an der Landessportschule.
    Zuerst die Theorieprüfung, danach zweieinhalb Tage jeden Menge Sport bei den Lehrproben.
    Erschöpft, glücklich, grinsend, enttäuscht und gefrustet – sehr verschieden waren die Gesichter beim gehen. Viele dürfen nochmals kommen um Theorie oder Praxis oder gar beides zu wiederholen.

    Wir für uns haben beschlossen, dass wir uns auf jeden Fall einmal außerhalb der Landessportschule treffen müssen, und so trifft man dann die andere Bufdis bei einem „Handball-Leckerbissen“ in der SAP-Arena.

    Im Mai ist wieder mehr Handballtraining angesagt bei den Schulen, mal schauen ob man sein Wissen aus der erkämpften Theorie auch den Schülern näher bringen kann.

  3. März 2014

    Die AGs laufen gut, konstant gute Teilnehmerzahlen und nur kleinere Problemchen mit einigen Schülern bewirken, dass man in den meisten Schulen das Ganze als Handball identifizieren kann.
    Bei den Fortgeschritteneren funktioniert inzwischen das Freilaufen, Passen und Fangen so gut, dass wir eine ordentliche Manndeckung spielen können. Die Lauftäuschung mit Passtäuschung wird ebenfalls fleißig geübt, um diese irgendwann auch im Zielspiel anwenden zu können.
    Bei anderen liegt das Augenmerk immer noch darauf ordentlich werfen, passen, fangen und laufen zu können bzw. zu erlernen. Schön dabei ist, dass man bei jedem einzelnen Kind von Woche zu Woche kleine Fortschritte erkennen kann. Nach monatelangem Erinnern ist dann auf einmal doch das richtige Bein vorne beim Wurf.

    Ende März war noch der Schiedsrichterkurs in Möglingen. Man traf doch viele bekannte Gesichter wieder und alle Spieler die mit Schiedsrichter nicht viel am Hut hatten, fanden es doch auch interessant, wie die ein oder andere Entscheidung zustande kommt.

  4. Februar 2014

    Im Monat Februar liefen die Schul-AGs sehr gut.
    Die Aufgabe Jungs und Mädchen in einen Handballverein zu bringen habe ich etwas forciert, was sich allerdings nicht immer als leicht herausstellt. Viele talentierte Kinder gehen bereits einer anderen Sportart mit großer Begeisterung nach, meist dem Fußball spielen. Von mehreren Vereinen habe ich inzwischen einen attraktiven Einladungszettel für die Kinder bekommen, was meine Aufgabe Kinder zu werben, deutlich einfacher macht.

    Handballtechnisch ist etwas ganz neues aufgetreten, innerhalb mehrerer Gruppen: Die Regeln werden selber korrigiert. „Du darfst nicht zweimal tippen“, aber auch bei der richtigen Technik erinnern sich die Kids inzwischen selbst daran „Nimm mal das andere Bein nach vorne“ oder ähnliches hört man doch des öfteren.

    Mich hat in diesem Monat der Zuwachs an einer AG persönlich besonders freut. Zumindest kurzfristig haben wir es geschafft, dass statt nur vier Kinder inzwischen acht Kinder kommen, um ein bisschen Handball zu lernen.
    Insgesamt gesehen bin ich sehr zufrieden, was für einen Anklang meine AGs finden und ich habe nur an einer Schule einen kleinen Rückgang an Schülern.

    Mal schauen wie viele es in einen Verein schaffen.

  5. Januar 2014

    Das neue Jahr beginnt. Alles Kinder kommen nach den Weihnachtsferien wieder in die AGs, bei manch einem lag sogar ein Handball unterm Weihnachtsbaum.

    Die ein oder andere Regel wurde dann doch über die Feiertage einfach verdrängt und so durfte man das Tippen oder die Schrittfolge beim Wurf noch des öfteren Korrigieren.

    Es entsteht bei einigen AGs inzwischen ein richtiger Spielfluss, das sieht bereits richtig nach Handball aus. Dort beginnt man zu erklären und zeigen, dass Pässe schneller sind als Tippen, dass man die Lauftäuschung nicht nur bei der Übung machen kann und dass „Aufsetzer“ deutlich häufiger zum Torerfolg führen, als „halbhohe Würfe“. Bei anderen AGs steht der Spaß zum Sport an erster Stelle, durch viele Spielformen mit Ball versucht man aber doch, das Werfen, Fangen und Teamgefühl den Kindern näher zu bringen.

    Ein Highlight diesen Monat war natürlich die sportartübergreifende Trainingseinheit mit den Fördergruppen der Handball-Akademie Heilbronn Franken. Am Anfang etwas zögernd doch zum Schluss nicht mehr zu bremsen, hatten die Anwesenden Jungs und Mädels (sowie die Trainer) sichtlich Spaß dabei, auch einmal eine andere Sportart etwas näher kennen zu lernen und aus zu probieren.

  6. Dezember 2013

    Der Dezember ist angebrochen und neben der weihnachtlichen Stimmung, den Handball AGs und dem Newsletter steht auch noch die sportübergreifende Trainingseinheit und der Aufbaulehrgang auf dem Plan.

    Von Ballspielen, um die nicht ganz so motivierten Kids zu begeistern, bis hin zu Individualtraining in der Kleingruppe, ist alles angesagt. Eine immer größere Herausforderung wird es, den handballerischen Unterschied innerhalb der einzelnen Gruppe aufzufangen. Das Kind, das seit 5 Jahren im Verein spielt genauso für die AG zu begeistern und auch weiterzubringen, wie das Kind, das nur in der Stunde etwas mit einem Ball macht, ist teils schwerer als erwartet. Aber mit Variationen von einzelnen Übungen und vielen Spielformen gelingt mir das immer wieder so gut, dass die Kinder gerne wieder kommen.

    Das Highlight im Dezember war natürlich der Aufbaulehrgang für meine C-Lizenz in Albstadt. Man freut sich nicht nur auf die 5 Tage voller Handball sowohl in Praxis als auch Theorie, sondern auch auf die mittlerweile bekannten Gesichter. In dieser Woche lag der Schwerpunkt auf den Abwehrformationen, sprich der 1:5 und der 3:2:1 Abwehr. Sehr viel Anklang bei allen fand das Thema Coaching und mit einer extra Einheit für den Torwart fand man auch Einblicke in ein Gebiet, das die meisten Trainer gerade im Jugendbereich eher wenig beachten. Es war wieder eine bereichernde und breitgefächerte Lehrgangswoche, in der ich sehr viel weiteres über und rund um den Handball lernen durfte. Wenn wir uns alle das nächste Mal in Albstadt treffen, ist der Prüfungslehrgang angesagt, dann gilt es zu beweisen, dass man auch vieles verstanden hat.

    Der Newsletter hat es pünktlich hinausgeschafft und die sportartübergreifende Trainingseinheit steht.

    Somit bleibt mir nur noch ein schönes neues Jahr zu wünschen und bis zum nächsten Mal.

  7. November 2013

    Inzwischen ist November und so etwas wie Routine macht sich bemerkbar. Die AGs finden regelmäßig statt, die Kinder zeigen sich begeistert und man kann in jeder einzelnen AG von Fortschritt sprechen.
    Mit großem Engagement und einem breitem Grinsen im Gesicht empfangen mich die meisten Kinder fröhlich vor Beginn der Handball-AG was mir das Arbeiten nicht nur erleichtert, sondern auch meinen Spaß-Faktor deutlich erhöht.
    Die Planung einer sportartübergreifenden Trainingseinheit mit zwei Fördergruppen ist eine Aufgabe die immer wieder etwas Zeit in Anspruch nimmt und bei der ich viel Druchhaltevermögen und Hartnäckigkeit zeigen darf. Was dabei herauskommt sieht man dann am 26.Januar.
    Im nächsten Monat treffe ich die anderen Bufdis im Sport beim Trainerlehrgang wieder, ich bin gespannt ob Sie auch so viel Spaß bei ihrer Sache haben wie ich.

  8. Oktober 2013

    Nachdem im September fast alles Organisatorische, das Einführungsseminar und der Aufbaulehrgang absolviert waren, begann nun mit dem Oktober auch meine Hauptaufgabe in diesem Jahr – Handball-AGs an Schulen.

    An 12 Schulen bin ich nun das ganze Schuljahr 2013/14 unterwegs und versuche den Dritt- Neuntklässlern Handball und den Spaß an diesem Sport etwas näher zu bringen, um sie eventuell so sehr zu begeistern, dass sie sich einem Handballverein anschließen.

    Für sehr viele ist das Handballspiel Neuland, außer ein wenig in der Schule und mal kurz im TV war noch nicht viel bekannt. Schnell entpuppten sich einige als Handball begeistert und talentiert, während bei anderen erst versucht werden muss, den Spaß am Sport und am Ball in der Hand zu finden.
    Innerhalb des Monats Oktober bemerkt man, schönerweise, bei jeder einzelnen AG einen Fortschritt. Ob es die Lauftäuschung oder den Ball richtig werfen ist, viele beginnen richtig Spaß zu haben.
    Der Alltag mit meinen AGs ist nicht nur wegen des Leistungsunterschiedes abwechslungsreich, sondern auch durch die unterschiedlichen Gruppengrößen. In einer AG befinden sich 20 Grundschulkinder, die teils schon Handball spielen, in einer anderen 15 Fünf-Siebtklässler, die noch nie Handball gespielt haben oder auch mal nur 4 Jungs, die alle Handball spielen. Somit bleibt auch meine Vorbereitung immer wieder interessant, da ich für jede AG nach passenden Übungen und Spielen suchen darf.

    Am 18. Oktober fand ein Handball-Grundschulaktionstag statt, bei dem wir an einem Morgen versuchen durften über 100 Zweitklässler/innen für den Handball zu begeistern. Viel Lärm, viele fliegende Bälle, hüpfende Kinder und viele lächelnde Gesichter.

    Ein weiteres Highlight war das Handballcamp der Handballakademie in den Herbstferien in Pfedelbach. Dort halfen Lisa, Alexandra und ich, wo wir konnten und sollten, mal Übung leiten, mal Spiel pfeifen mal für die Musik sorgen. Alles in allem war die Woche spaßig, anstrengend, aber wenn man am Abschlussspiel sieht, dass sich die Kinder im Vergleich zum Beginn der 2 ½ Tage verbessert haben, weiß man, dass es sich lohnt.

    Das war der Monat Oktober, wie es mit den Handball-AGs weitergeht und wie gut ich den Jungs und Mädels das Handballspielen noch beibringen kann, dann im Monatsbericht November.

  9. September 2013
    Mein erster Monat als Bufdi bei der Handballakademie Heilbronn-Franken ist nun vorüber. Meine Hauptaufgabe, die Handball-AGs an Schulen leiten, hat noch nicht begonnen, allerdings musste ich noch so einiges dafür vorbereiten.

    In der ersten und dritten Woche war meine Aufgabe hauptsächlich die Kontaktaufnahme zu meinen Schulen, an denen ich die Handball-AGs im kommenden Schuljahr leiten werde. Telefonieren, Termine ausmachen, diskutieren und nochmals telefonieren. In den darauffolgenden Tagen besuchte ich die Schulen und machte mir ein erstes Bild von meiner neuen Arbeitsstätte, um herauszufinden was für eine Schule, was für eine Halle, welches Material,… etc. mir zur Verfügung steht, um mich gut auf die AG vorzubereiten. Somit stand nichts mehr einem erfolgreichen Start der Handball-AGs im Wege.

    Unterbrochen wurde dieses Vorstellen an Schulen aber bereits in der zweiten Woche, da es zu meinem Einführungsseminar in den Bundesfreiwilligendienst nach Bodelshausen ging. Ich lernte nicht nur viele andere Bufdis im Sport kennen, sondern uns wurden auch Rechte und Pflichten und Versicherungsfragen erklärt und wir lernten so einiges zum Thema Integration durch Sport und Politische Bildung kennen.

    Woche Nummer Drei als Bufdi ähnelte sehr der ersten Woche, da ich mich bei vielen meiner 12 Schulen noch vorstellen durfte.

    In der 4. Woche ging es dann zur Landessportschule nach Albstadt um den Grundlehrgang meiner Handball-C-Lizenz zu besuchen. Man traf alte Gegner, neue Bekannte vom Einführungsseminar, machte viel Sport selbst, arbeitete Trainingseinheiten selbst aus und lernte Übungen, Spiele und Trainingsmethoden neu kennen. Nach den Lehreinheiten war ein Hallenbadbesuch vorgesehen oder man traf sich zusammen in der Sportlerklause, um den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen.

    Im Großen und Ganzen liegt also ein schöner mit vielen neuen Erfahrungen gespickter Monat September hinter mir. Ich bin schon gespannt wie die AGs ablaufen und ob alles funktioniert wie geplant.

    Mehr dazu im Monatsbericht Oktober

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